Männergesangverein 1856 e.V. Ludwigshafen-Mundenheim

Einer unserer aktiver Sänger, der Reporter Rolf Sperber, erzählte im Schifferstadter Schreiwer-Hais’l über alte FCK-Zeiten, Trinkgelage und vereiste Wählscheiben. Und die Tageszeitung DIE RHEINPFALZ berichtete darüber:

„Blonder Engel“ zum Abschluss

Reporter Rolf Sperber spricht in Schifferstadt über alte FCK-Zeiten, Trinkgelage und vereiste Wählscheiben

Sportreporter Rolf Sperber (rechts) spricht mit Claus Jürgen Müller über Fußball-Zeiten, in denen er Fans noch Exklusivberichte bieten konnte, weil keine Pressereferenten über Journalistengespräche wachten – schon gar nicht in der Stammkneipe der Spieler. Foto: Lenz/Archivfoto: KunzSportreporter Rolf Sperber (rechts) spricht mit Claus Jürgen Müller über Fußball-Zeiten, in denen er Fans noch Exklusivberichte bieten konnte, weil keine Pressereferenten über Journalistengespräche wachten – schon gar nicht in der Stammkneipe der Spieler. Foto: Lenz/Archivfoto: Kunz

Schifferstadt. Rolf Sperber ist als Journalist ein alter Hase in der Metropolregion. Seit über 50 Jahren hat er den Finger am Puls der Zeit, und als Sportreporter schlägt sein Herz natürlich für den 1. FC Kaiserslautern. Sein ehemaliger Kollege Claus Jürgen Müller hat ihn in sein Schifferstadter Schreiwer-Hais’l eingeladen. Und da erzählte Sperber auch Sachen, die nicht unbedingt in der Zeitung stehen.

Die Zeiten haben sich geändert: Heute ist die Bundesliga ein professionell organisierter Betrieb, und die Vereine achten sehr genau darauf, wann, wo und wer mit Journalisten redet. Und sie stellen beim Interview auch Pressereferenten als „Aufpasser“ neben die Spieler. In den alten Zeiten, noch vor Gründung der Bundesliga, konnten Sportreporter sich völlig frei bewegen, erinnert sich Sperber. Das war noch zu Zeiten, als der FCK in Speyer auf dem Roßsprung gespielt hat – einem Sportplatz, den es längst nicht mehr gibt.

Es gab keine Pressesprecher, die Vereinspräsidenten waren ehrenamtlich tätig, und die Reporter gingen mit den Spielern in deren Stammkneipe. Beim FCK war das die „Löwenburg“ in Kaiserslautern. Und wenn die letzte Kneipe zu machte, gingen alle zu Ottmar Walter. Der hatte eine rund um die Uhr geöffnete Tankstelle, in deren Hinterzimmer sich dann die letzten „Überlebenden“ des Abends trafen. Der „Blonde Engel“ dort stellte sich als teuflisches Gemisch von Eierlikör und Fanta heraus. Und auch Rolf Sperber hatte danach oft einen höllischen Kater.

Die schnelle Übertragung der Sportberichte war damals noch ein Abenteuer. Sperber berichtete, wie er für die Deutsche Presseagentur ein Telefon an der hölzernen Nordtribüne des Betzenberges anbringen ließ. Das hatte eine Wählscheibe – und die war im Winter meist eingefroren.

Sperbers Nähe zum „Betze“ brachte ihm so manchen Exklusivbericht. So will er 1982 als Erster erfahren haben, dass „Kalli“ Feldkamp, bis dahin erfolgreichster Trainer des FCK, gekündigt habe. Skurrile Geschichten, etwa von trinkfesten Kickern auf dem Wurstmarkt oder einem Porsche in der Kneipe, erfuhren die Zuhörer im Schreiwer-Hais’l aus erster Hand.

Die Zukunft des FCK sieht Sperber nicht besonders rosig. Einen Aufstieg in die erste Liga hält er in der laufenden Saison nicht für wahrscheinlich. Eine Ursache für das schlechte Abschneiden sieht der FCK-Experte in der Personalpolitik des Vereins: „Der FCK hat immer wieder große Talente nicht beachtet und gehen lassen. Woanders sind die dann Stars geworden“, stellte Sperber fest.

Aber der Reporter kennt sich nicht nur mit Fußball aus. Er weiß auch, dass es in der Pfalz 95 zugelassene Rebsorten gibt, aus denen 230 Millionen Liter Wein gemacht werden. Und er weiß, wo es den besten Riesling, Muskateller und andere gute Tropfen gibt. Essen und Trinken sind für den Pfälzer wichtig. So sucht und findet er auf allen Reisen seinen Pfälzer Wein.

Auf diesen Reisen begleitet ihn seine Frau Heide. Man darf gespannt sein, wenn sie aus den Nähkästchen plaudert. Sie wird am 11. Mai zum Muttertag im Schreiwer-Hais’l auftreten, und ihr Programm heißt vielversprechend: „Die geplagte Ehefrau“.

 (Quelle: DIE RHEINPFALZ vom 15.04.2014 / Gereon Hoffmann)

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